„Mehr Grün am Wegesrand“

Pflanzaktionen im Leipziger Nordosten

Hecken-Pflanzaktion in Kupsal. Foto: NABU Leipzig
Hecken-Pflanzaktion in Kupsal. Foto: NABU Leipzig

Der Verlust der Biologischen Vielfalt motiviert bereits seit vielen Jahren den NABU Leipzig in der Landschaft im Nordosten der Stadt gegenzusteuern, unter anderem mit Pflanzaktionen unter dem Motto „Mehr Grün am Wegesrand“. Am ersten Novemberwochenende war es wieder soweit.

 

Fleißige Helfer haben bei dem Arbeitseinsatz mehr als 1.000 Pflanzen in die Erde gebracht. Foto: NABU Leipzig
Fleißige Helfer haben bei dem Arbeitseinsatz mehr als 1.000 Pflanzen in die Erde gebracht. Foto: NABU Leipzig

Einsatzort war dieses Mal der Rand einer Landstraße in Kupsal, an der einige alte Obstbäume stehen. Sie führt entlang am Gelände einer Landwirtin mit Schweinen in Freilandhaltung. Das Gelände hat bereits einen Blühstreifen, vor dem nun noch eine Strauchhecke angelegt werden sollte, um eine Abgrenzung zur Landstraße zu schaffen. Vor allem aber hat diese Hecke einen großen ökologischen Mehrwert: Hecken bieten Schutz vor Wind und Bodenerosion, Überhitzung und Austrocknung. Hecken sind Lebensraum und Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Kleintiere, und Hecken sind wichtig für den Biotopverbund zudem bereichern sie die Kulturlandschaft. Und auch die Rasseschweine profitieren von dem natürlichen Zaun, der auch als Sicht- und Lärmschutz dient.

Der NABU Leipzig hat im Biotopverbundprojekt die Planung für die Pflanzung übernommen. Fünfundzwanzig verschiedene, heimische Buscharten wurden ausgesucht, abgestimmt auf hier lebende Tierarten, die davon profitieren. Blühzeitpunkt und Höhe des Aufwuchses wurden bei der Auswahl und beim Setzen der Pflanzen beachtet genauso wie die Herkunft, denn einheimische Gehölze sind im Gegensatz zu exotischen Sträuchern für Vögel, Insekten und Co. wertvoll.

Für den 350 Meter langen Pflanzstreifen wurden bei dreireihiger Bepflanzung 1.050 Pflanzen benötigt, die in die Erde gebracht werden mussten. Gelungen ist das durch gute Vorbereitung. Pflanzreihen wurden vorher gekennzeichnet, damit eine spätere Pflege leicht möglich ist. Die verschiedenen Sorten wurden den geplanten Pflanzorten zugeordnet, dann wurden die Pflanzen in den Pflanzabständen ausgelegt. Und dann konnte es losgehen: Pünktlich 9 Uhr rückte eine Helferschar von fünfzehn Erwachsenen und drei Kindern an. Sie wurden von Landwirtin Maria Köhler sowie von Steffen Wagner vom NABU Leipzig begrüßt, dann gab es eine Einweisung in die geplante Pflanzung, danach legten die Helfer los, und engagiert wurden die 1.050 Pflanzen in einer Rekordzeit von vier Stunden fachgerecht in die Erde gebracht, es folgten noch Pflanzschnitt und reichlich Bewässerung. Der NABU Leipzig bedankt sich bei der Dorfgemeinschaft für die Unterstützung!

Ein zweiter Arbeitseinsatz lief zur selben Zeit in Hohenheida am Gülleweg, wo bereits seit mehreren Jahren im Herbst Pflanzaktionen des NABU stattfinden.